Erneuerte Trachten in Oberfranken: Beispiele

Das erneuerte Wunsiedler Mieder

Wunsiedler Mieder aus bestickter Seide, konzipiert und genäht von Christiana von Roit (Fotos: Sonja Wietzel-Winkler)Das schwarze Mieder aus den Textilbeständen des Fichtelgebirgsmuseums ist noch vor der Empiremode entstanden. Es verkörpert die modische Silhouette des späten 18. Jahrhunderts und zeichnet die natürliche Taille nach.

Der Schnitt des Wunsiedler Mieders ist ausgesprochen reizvoll und betont die weibliche Figur auf vorteilhafte Weise. Es kann je nach persönlichem Geschmack in verschiedenen Farben aus gemusterten oder einfarbigen Stoffen gefertigt werden.

Die Auswahl der Materialien reicht von Wolljacquard über Leinen, Baumwolle, Samt bis hin zur Seide. Auch mit den Knöpfen kann ein weiterer persönlicher Akzent gesetzt werden.

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Die erneuerte Bamberger Tracht 2011



Auf der Grundlage historischer Quellen konnte 2011 eine erneuerte Tracht für Bamberg Stadt und Land entwickelt werden. Die am 11. November im Bauernmuseum Bamberger Land vorgestellten Modelle reichen von einer opulenten Festtagstracht bis hin zu einer sommerlich leichten Alltagstracht. Hinsichtlich Material, Farben und Dessin bieten sich zahlreiche Variationsmöglichkeiten für den persönlichen Geschmack.
Die neue Bamberger Tracht orientiert sich an der Silhouette des späten 18. Jahrhunderts und besitzt als Hauptmerkmale ein bis auf die Hüften reichendes Mieder sowie die Vorliebe für Streifendessins.
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Erneuerte Trachten für das Hofer Land

Hofer Samtweste, konzipiert und genäht von Susanne Dürr (Fotos: Sonja Wietzel-Winkler)Nach einem Jahr Vorbereitung steht das Hofer Land 2013 im Mittelpunkt der oberfränkischen Trachtenerneuerung. Landkreis und Stadt Hof bieten hierfür besonders gute Voraussetzungen: Hier schlug über Jahrhunderte das Herz der Textilherstellung in Nordbayern und nirgendwo sonst in Oberfranken gibt es so viele Museen mit textilen Beständen.

Die zahlreichen originalen Kleidungsstücke ermöglichten zusammen mit den schriftlichen Quellen und den historischen Abbildungen eine gründliche Erforschung der einstigen regionalen Kleidungsweise.

Herausragend sind auch Engagement und Interesse der Bevölkerung: Landfrauen und Landjugendgruppen, Heimatpflege und Museen, Kommunen und Tourismus, Gastronomie und zahlreiche Privatpersonen bekunden ihren Wunsch nach einer erneuerten Tracht.
Geplant für 2013 sind Nähkurse in Kleinlosnitz und Wurlitz, Präsentationen der neuen Trachten sowie die Teilnahme am Oberfränkischen Trachten- und Spezialitätenmarkt in Frensdorf sowie am Handwerkerfest in Hallerstein. Im Oberfränkischen Bauernhofmuseum Kleinlosnitz ist inzwischen auch der in der Region gewebte Rockstoff mit dem traditionellen „Gittermuster“ erhältlich.

Charakteristisch für das Hofer Land waren die hochgeschlossenen Samtwesten der Männer mit den zahlreichen halbrunden Metallknöpfen und der Miederrock der Frauen mit dem typischen „Gitterstoff“ und dem geknöpften, tief ausgeschnittenen Samtoberteil.

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Trachtenerneuerung im Coburger Land

Coburger TrachtenSeit 2009 nimmt der Landkreis Coburg die Vorreiterstelle in der Trachtenerneuerung in Oberfranken ein.

Im ehemaligen Herzogtum Sachsen-Coburg, das erst im Jahr 1920 nach einer Volksabstimmung zum Freistaat Bayern hinzukam, treffen Einflüsse aus Thüringen, Oberfranken und Unterfranken zusammen. Dies zeigt sich in den überlieferten Trachten.

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Erneuerte Trachten für die Landjugend Görschnitz





 

Im Juli 2007 beschloss die Landjugendgruppe Görschnitz, zu ihrem 50jährigen Jubiläum im Mai 2008 mit einer neuen Tracht für die weiblichen Mitglieder zu erscheinen. Die bisherige Tracht war bereits 20 Jahre alt und wurde inzwischen als unkleidsam empfunden.
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Eine Tracht für Willmersreuth





 

Es begann mit dem Wunsch nach einer Tracht im Sinne eines identitätsstiftenden Mittels für eine moderne Dorfgemeinschaft. Initiator war der Heimatpflegeverein Willmerseuth e.V., Anlass die 700-Jahrfeier von Willmersreuth im Jahr 2005.

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Erneuerte Trachten für Kulmbach

Frau Dr. Jauernig in erneuerter Kulmbacher Tracht

Auch im Kulmbacher Land ist der Wunsch nach einer zeitgemäßen regionaltypischen Tracht laut geworden, nach einer Tracht, in der man die historischen Vorbilder wiederfindet, die aber dennoch nicht altmodisch wirkt, nach einer Tracht, in der man sich so attraktiv und wohl fühlt, dass man sie gern zu Festen oder auf der Bierwoche trägt. Bisher, so wurde beklagt, müsse man auf Landhausmode und oberbayerische Dirndln und Lederhosen zurückgreifen, wenn man die Bierwoche oder ein anderes Volksfest besuchen wolle.
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Erneuerte Trachten für Herren

Erneuerte Tracht für HerrenSeit 2011 gibt es in Oberfranken die ersten zeitgemäßen Lederhosen und Westen nach historischen Vorbildern. Die Vorbilder lieferten originale Kleidungsstücke aus dem Coburger Land und den Landkreisen Hof und Kulmbach.

Im Vergleich zu den Frauentrachten treffen wir bei den Trachten für die Männer auf eine völlige andere Situation. Wie überall sind auch in ganz Oberfranken nur sehr wenige originale Stücke aus der Zeit vor 1870 erhalten, an denen noch regionale Besonderheiten erkennbar sind. Grund dafür ist, dass die Kleidung entweder bis zum Schluss aufgetragen oder für die Kinder umgearbeitet wurde. Aus den unbrauchbar und unmodern gewordenen Lederhosen wurden die „Dörnerhandschuhe“ zum Reisigmachen gefertigt, aus den festen Wollstoffen der Jacken und Mäntel konnte man immer noch Stücke herausschneiden, die für die Besätze der hausgemachten Schuhe, der „Tappen“, zu verwenden waren. Außerdem wechselten die Männer bereits ab Beginn des 19. Jahrhunderts zu der unauffälligen modischen Kleidung, während die Frauen noch viel länger an den regionaltypischen Besonderheiten festhielten.
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Trachtenberatung Oberfranken

Trachtenerneuerung

Die Schnittmuster für die Modelle

"Coburger Land", "Kulmbach", "Bamberg"und das "Wunsiedler Mieder"

in den Größen 36-38, 40-42, 44-46 können in der Trachtenberatungsstelle Oberfranken bestellt werden.

Schnittmuster für die erneuerte Tracht „Hofer Land“ erhalten Sie im Oberfränkischen Bauernhofmuseum Kleinlosnitz (Tel. 09251/3525), für die Rehauer Tracht bei Schneidermeisterin Anna Busch (E-mail: kontakt@atelier-angemessen.de; Tel. 09283/5910750).